Tunesien · Unternehmen & Gründer
Carte de Séjour für Investoren
Offen, aber es handelt sich um eine gewöhnliche Verwaltungsgenehmigung, die von der Abteilung für Investorenbetreuung bearbeitet wird, und nicht um ein eigenes Programm. Tunesien kennt weder Staatsbürgerschaft durch Investition noch Aufenthalt durch Investition noch ein Golden Visa.
Wir führen Tunesien hier auf, um eines klarzustellen: Für eine UHNW-Familie gibt es nichts zu holen. Es gibt kein Investorenprogramm. Das Offshore-Regime ist Geschichte. Und es ist die einzige Jurisdiktion dieser Region, die 2026 eine Vermögensteuer aktiv ausgeweitet hat. Interessant an Tunesien ist nicht die Chance, sondern die Richtung, in die es sich bewegt.
Qualifizierende Wege
Es gibt kein veröffentlichtes Minimum. Der Antrag erfordert die Zertifizierung des Investitionsvorhabens, einen Handelsregisterauszug, die Veröffentlichung im JORT, eine Steuerkarte und einen Arbeitsvertrag.
Die Fakten
- Gesamtkosten inkl. Nebenkosten
- Die amtlichen Kosten sind niedrig. Die eigentliche Last ist verfahrenstechnischer, nicht finanzieller Natur.
- Art des Wegs
- Unternehmen & Gründer
- Zeitrahmen
- 3–12 Monate (Eine Karte für ein Jahr, jährlich verlängerbar. Langfristige Sicherheit gibt es nicht.)
- Physische Anwesenheit
- Erheblich. Diese Genehmigung richtet sich an Personen, die tatsächlich ein Unternehmen in Tunesien führen.
- Familie
- Ehepartnerunterhaltsberechtigte Kinder
- Daueraufenthalt
- Für Investoren gibt es keinen nennenswerten Weg zur Daueraufenthaltsberechtigung. Die Karte wird schlicht jährlich verlängert.
- Staatsbürgerschaft
- Die Staatsbürgerschaft setzt 5 Jahre festen Aufenthalt, ein einwandfreies Führungszeugnis, Arabischkenntnisse sowie gesundheitliche und charakterliche Eignung voraus. Eine Investition eröffnet keinen eigenen Weg.
- Sprachtest
- Arabisch
- Doppelte Staatsbürgerschaft
- Nicht erlaubt: Sie müssten verzichten
- Anforderungen
- zertifiziertes InvestitionsvorhabenHandelsregisterauszugVeröffentlichung im JORTSteuerkarteArbeitsvertrageinwandfreies Führungszeugnis
- Tunesien ist 2026 gegen Vermögen vorgegangen. Artikel 88 des Finanzgesetzes 2026 hat die Vermögensteuer ausgeweitet. Sie erfasst nicht mehr nur unbewegliches Vermögen. Sie reicht nun bis zu beweglichem Vermögen, laufenden Betrieben und Bankeinlagen. Der Satz beträgt 0,5 % auf TND 3 bis 5 Mio. und 1 % oberhalb von TND 5 Mio., erhoben jeweils zum 1. Januar.
- Die Vermögensteuer hat exterritoriale Reichweite. Nach der früheren Fassung erfasste sie auch im Ausland belegene Immobilien von Personen, die in Tunesien steuerlich ansässig sind. Ob die Ausweitung auf bewegliches Vermögen im Jahr 2026 ebenso weltweit gilt, ist nicht eindeutig geklärt. Diese Unsicherheit ist für sich genommen ein Grund zur Vorsicht, nicht zur Beruhigung.
- Die doppelte Staatsbürgerschaft ist eine echte Falle. Die tunesische Staatsangehörigkeit kann automatisch verloren gehen, wenn ohne vorherige Genehmigung eine weitere Staatsangehörigkeit erworben wird. Wer die Doppelstaatsangehörigkeit durch Geburt besitzt, ist ausgenommen. Eingebürgerte Tunesier sollten sich jedoch beraten lassen, bevor sie etwas anderes erwerben.
- Das Finanzgesetz 2025 hat den Körperschaftsteuersatz von 15 % auf 20 % angehoben, mit 40 % für Banken und Versicherungen und 35 % für Telekommunikation, Verbrauchermärkte, Autohändler und Franchisenehmer. Ab dem 1. Januar 2026 gilt ein neuer dauerhafter Sektorbeitrag von 4 %.
- Die tunesische Offshore-Gesellschaft ist ein Überbleibsel der Vergangenheit. Die Offshore-Banken- und Exportregime wurden abgeschafft, der Bestandsschutz endete am 31. Dezember 2020. Die Gesellschaftsform besteht fort. Die Steuervorteile nicht.
- Der Spitzensatz der Einkommensteuer liegt bei 40 % ab TND 70.000, also ein sehr hoher Satz bei einer sehr niedrigen Schwelle. Hinzu kommt der Solidaritätsbeitrag, der ab 2027 auf 1 % steigt.
- Jährliche Verlängerung bedeutet jährliches Risiko. Für Investoren gibt es keine langfristige Sicherheit des Status.